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Sport-Blog

Ligatreffen 2011

veröffentlicht um 15.08.2013, 14:07 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:22 ]


Das Ligatreffen 2011 ist vorbei. Es war super toll. Wohl auch aufgrund der katastrophalen Wettervorhersage waren nicht alle, die zugesagt hatten,  gekommen. Es wurde aber wieder einmal ein grandioses Wochenende, der Wettergott hat es sehr gut mit uns gemeint.


Hier der Live-Blog, mit der Chronologie des Treffens

Hier die Photos aus dem Blog im Original, größer und besser aufgelöst

Hier die "Königsetappe" vom Freitag


Nächstes Jahr gehts nach Dresden und ins Erzgebirge!

Ligatreffen 2010

veröffentlicht um 15.08.2013, 14:06 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:24 ]


Das Ligatreffen der Indoor-Bike-League 2010 ist jetzt auch Geschichte. Dieses Mal waren wir in Bad Tölz. Wilfried hat das Treffen hervorragend organisiert. Insgesamt sind wir nur 3 der 4 Touren gefahren, weil der Sonntag ins Wasser gefallen ist. Somit bin ich nur auf 370km gekommen mit reichlich Höhenmetern. Vor allem die Königsetappe am Samstag hatte es in sich, zumal wir kurz vor Schluß auch noch in einen heftigen Regen geraten sind. Die Stimmung war hervorragend, wir haben einige neue Gesichter gesehen. Zahlenmäßig war dies bislang das best besuchte Ligatreffen. Das läßt bereits für das nächste Jahr hoffen. Das Ligatreffen 2011 ist voraussichtlich in der Eifel.

Weitere Bilder sind im Forum (siehe links), auch die einzelnen Erlebnisberichte sind dort für angemeldete User zu lesen.

Fritz hat die Strecken in Gpsies gespeichert, hier der Link: Die Touren des Ligatreffen 2010 (T1-T4)

Ligatreffen 2009

veröffentlicht um 15.08.2013, 14:04 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:28 ]


Das Ligatreffen 2009 ist Geschichte. Es war richtig toll, wie immer eigentlich. Der harte Kern aus der Liga war zuverlässig vertreten. Im Glottertal untergebracht waren wir 4 Tage im Schwarzwald und Kaiserstuhl unterwegs.

Die Freitagstour hat uns auch nach Colmar geführt. Die Königsetappe am Samstag wurde leider durch starken Regen unterbrochen, nur 3 von uns sind die Tour zu Ende gefahren. Für die Mehrheit blieb es bei Kandel und Schauinsland. Super Stimmung über das gesamte verlängerte Wochenende, gutes Essen und insgesamt gutes Wetter haben das Liga-Treffen wieder zu einem schönen Erlebnis gemacht. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Schön war auch, daß es keinen Sturz und keinen Defekt gab, noch nicht einmal einen Platten...das hat es so auch noch nicht gegeben.


Bilder gibt es hier: Ligatreffen 2009 im Bild...

iMagic-Liga Treffen 01.05.-04.05.2008

veröffentlicht um 15.08.2013, 14:03 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:34 ]

Dieses Mal war das Liga-Treffen in Groß-Umstadt. Norbert hat alles organisiert.  Es war richtig toll - wir waren, täglich schwankend, immer ca. 15 Fahrer und hatten einen Riesen-Spaß. Berichte usw. im Liga-Forum...


Die Touren

Donnerstag 160km (Google Earth)

Freitag 133km (Google Earth)

Samstag 150km (Google Earth)

Sonntag 50km (Google Earth)

iMagic-Liga - Ötztaler Marathon, 08.2007

veröffentlicht um 15.08.2013, 14:00 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:39 ]


Seit Wochen war es geplant, am 28.07. die Original Ötztaler-Radmarathonstrecke zu fahren, allerdings von Kematen aus, also den Kühtai am Schluß, statt am Anfang. Der ganze "Spaß" hat über 230km und ca. 5600 Höhenmeter. Ein Hammer.

Eine Woche nach dem Highlander (siehe Wettkämpfe) also der nächste Alpenmarathon, auch wenn es nur im Trainingsmodus war. Über 10 iMagic-Ligisten waren am Start. Um 07:00 Uhr ging es los.


Hier mein Bericht aus dem iMagic-Forum:


Vom Urlaubsort bin ich um 5:00 Uhr nach Kematen gefahren, habe mich am Parkplatz in aller Ruhe umgezogen und das Rad fertig gemacht, um dann pünktlich am Verabredungsort zu stehen. Die Wettervorhersage ließ Schlimmes befürchten, für den Nachmittag zwar nur, aber immerhin. So habe ich mich an die "Vorgaben" von Nippes gehalten, und habe volles Regenequipment im Rucksack mitgeschleppt. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber a) weil ich es nicht brauchte und b) weil es sich ohne Rucksack irgendwie besser Ötzi fahren läßt.


Bis über den Brenner sind wir meist als Gruppe gefahren. Da ich die Päße alle noch nicht kannte, wußte ich nicht genau, was mich erwartet. Jedenfalls habe ich immer gedacht, wann kommt denn endlich die Steigung...und irgendwann waren wir oben am Brenner, ohne nennenswerte Herausforderung. 
Abfahrt und dann in den Jaufenpaß rein. Ein Super-Berg. Ich empfand diesen Paß als sehr harmonisch in der Steigung, einmal den Rhythmus gefunden, konnte man nahezu unverändert und konstant durchkurbeln. Sehr angenehm! 


Von Anfang an habe ich vermieden an den Fanta5 (für mich gehört frankn natürlich dazu!!!) dranzubleiben. Ich fühlte mich gut, aber ich merkte schon, daß der Highlander wohl noch nicht ganz ausgestanden ist, außerdem muß ich einfach anerkennen, daß die Fanta5 in einer anderen Liga fahren, und damit meine ich ausdrücklich rios, Oakley und frankn. Daß Nippes und howisch in einer eigenen Welt fahren, war ja ohnehin bereits klar.

Irgendwann, ich weiß nicht mehr wo, schloß Mike (Freund von rios) auf mich auf. Wir sind dann bestsimmt 45min miteinander geradelt und haben uns ohne Punkt und Komma unterhalten. War sehr nett. Im letzt Drittel zog er wohl mal kurz an oder ich habe gepennt, jedenfalls hatten wir plötzlich 50m zwischen uns. Ich habe nicht für eine Sekunde daran gedacht, das Loch zuzufahren.

Oben angekommen, kam dann wenig später Christian und Yvonne dazu. Die wollten alle noch etwas essen, so bin ich dann schon in die Abfahrt.
Unten dann die Fanta5 getroffen. Irgendwie war man sich noch nicht über die Weiterfahrt einig. frankn fuhr los, ich folgte wenig später ins Timmelsjoch. 
30km Steigung, das kann ja heiter werden.

Nach wenigen Minuten wurde ich von den (jetzt) Fanta4 überholt und freundlich abgeklatscht. Ich habe schön meinen Rhythmus durchgehalten.
Irgendwann hatte ich kein Wasser mehr und ich sah auch nirgends einen Brunnen, ich wollte schon die Rinnsale an den Felswänden ablecken, aber kurze Zeit später entdeckte ich dann eine "Leitung".
Die kurze Pause für's Auffüllen tat mir sehr gut, weil ich massive Rückenbeschwerden hatte, immer im unteren Bereich, immer nach längerer Bergfahrt durch das Ziehen und Zerren am Lenker - irgendwie geht das bei mir dann voll in den Rücken. 

Meine Beine waren o.k., so kämpfte ich mich km für km da hoch. 
Zwischen km20 und km26 habe ich richtig gelitten, mußte immer öfter in den Wiegetritt, um überhaupt voran zu kommen, dann sah ich einen Tunneleingang und davor eine Hütte mit Verkauf. Da ich nicht ahnte, daß dies "DER Tunnel" war, und ich befürchtete, daß die Serpentinen noch weitere 4km so weiter gehen, habe ich mich entschlossen, an der Hütte halt zu machen, und mir eine richtige Brotzeit reingezogen, meinen Rücken geradegerückt, und dann weiter. 
Zu meinem Erstaunen war der Tunnel aber flach, auch danach ging es relativ flach weiter. Hätte ich das gewußt, wäre ich wohl weitergefahren. 
Egal, die Pause hat mir so oder so gut getan. 

Es ging dann in eine tierische Abfahrt rein, leider aber nur für ein paar hunder Höhenmeter. Plötzlich kam eine längere Gegensteigung.
Ja, Scheiße, dachte ich!!! Ich war voll auf Abfahrt gekleidet, also für berghoch viel zu warm. Egal, daß Ding hochgedrückt, und nach kurzer Zeit kam dann die endgültige Talfahrt nach Sölden.

In Sölden riefen an einer Tankstelle die Fanta5 meinen Namen. Ich war total überrascht, daß ich die überhaupt noch treffe und froh, daß ich überhaupt das Rufen bemerkt hatte. 

Von hier sind wir dann nach Ötz gefahren, als geschlossene Gruppe. 
Ich habe der Gruppe und vor allem Nippes gesagt, daß ich den Kühtai nicht mehr schaffe(n) (will)!!!
Er antwortete nur, ich könne mich ja jetzt erst einmal 30km ausruhen.

Tolle Wurst! Wir sind in sehr ordentlichem Tempo und knackiger Taktung gefahren. Von Erholung keine Spur, auch im Windschatten. Im Gegenteil. Wenn ich hinten war, hatte ich panische Angst ausgespuckt zu werden...
Noch panischer wurde ich, als ich sah, daß weder Nippes noch howisch gedachten, die Strecke komplett von vorne zu fahren. Ich war also 2 oder 3 mal auch vorne, aber nie besonders lange.

In Ötz dann noch in einen Supermarkt. Die Fahrt hat insgesamt schon ein wenig entspannt, auch wenn es anstrengend war, aber immer noch leichter als einen Paß hoch, und die Brotzeit wirkte so langsam. Ingesamt ging es mir eigentlich ganz gut, so daß ich nur noch ganz kleinlaut am Kühtai zweifelte, was von NIppes sofort abgebügelt wurde.
Ich war aber auch so mittlerweile wieder bereit, das Ding jetzt auch durchzufahren, und war ganz froh, in Sölden die Gruppe noch angetroffen zu haben. 
Ich glaube, ohne Gruppe und die "netten" Worte von Nippes, wäre ich den Kühtai tatsächlich nicht mehr gefahren.

frankn wieder vorne weg, dann die Fanta4, ich bin mit Respektabstand hinterher. 
Der Kühtai war einerseits der Paß mit den dramatischsten Steigungen und Prozentwerten, und das leider nicht nur für ein paar hundert Meter, sonder leider für etliche km, aber irgendwie bin ich das Ding richtig gut hochgekommen. Einmal Pinkelpause, Rücken geradegerückt, und ansonsten relativ flüssig, wenn man das so sagen kann, hochgekommen.

Oben angekommen waren alle schon weg, also schnell abfahrttauglich umgezogen, und runter.
Mann, war das eine Abfahrt. Diese Abfahrt hatte keine Serpentinen, ging mit bis zu 16% Gefälle gerade runter, das war die geilste Abfahrt, die ich je erlebt habe. Wahnsinn.
Manchmal dachte ich schon, wenn jetzt ein Hund kommt, dann ist es aus mit dir...aber es kam keiner.
Statt dessen stand plötzlich eine Kuh mitten auf der Straße!!! Zum Glück war das eine gut einsehbare Stelle und ich konnte rechtzeitig runter bremsen. War schon grenzwertig...

Tja, dann in Kematen angekommen und fertig, aus die Maus!

Ich habe alle Pausen abgestoppt. Netto habe ich 10:53 gebraucht. Brutto weiß ich gar nicht so genau, es muß wohl halb acht gewesen sein, also sind es wohl 12:30 brutto.

Der Ötzi ist definitiv eine andere Hausnummer als der Highlander, auch wenn letzterer alles andere als Kindergarten war. 
Ich bin sehr gespannt wie das offizielle Rennen wird.


Hier die Polar-Aufzeichnung. Leider habe ich fast 8km weniger als die anderen und auch weniger Höhenmeter. Irgend etwas hat entweder mit der Uhr oder mit Meßgerät an der Gabel nicht gestimmt.


Kandel erklommen

veröffentlicht um 15.08.2013, 13:57 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:40 ]

Dienstag, den 19. Juni 2007 um 21:09 Uhr


Beruflich im Breisgau, habe ich die Gelegenheit ergriffen, mal den Kandel hochzufahren. Ich wußte in etwa was mich erwartet. Bin zwar in ständiger Angst vor den Schlägen auf das linke Handgelenk gefahren, aber der Trieb, überhaupt Sport zu machen, ist einfach größer. Das Laufen spare ich mir immer noch...noch keinen einzigen Meter gelaufen, seit dem Sturz.

Naja, also auf zum Kandel, natürlich über die steile Waldkirch-Seite. Ganz schön heftig das Teil. Was ich, wieder mal, unterschätzt habe, ist das Ziehen und Zerren am Lenker, wenn es so steil bergauf geht. Da meldeten sich dann natürlich die lädierten Schultern und der Rücken nochmal sehr deutlich. Das war nicht so schön.

Auf der anderen Seite bin ich dadurch ein wenig "beruhigt", die richtige Entscheidung getroffen zu haben, Roth 

abzusagen. Niemals könnte ich so 180km Wettkampf überstehen, ganz zu schweigen von der Tatsache, daß ich sowieso nicht schwimmen könnte. 

 Zurück zum Kandel...im ersten Drittel fuhr ich auf einen anderen RR-Fahrer auf. Ich war deutlich schneller, überholte ihn, grüßte kurz, und fuhr mein Tempo weiter. An der nächsten Haarnadelkurve war ich sehr überrascht, daß der Kollege direkt an meinem Hinterrad hing. Der war wohl durch meinen Überholvorgang angesäuert oder angestachelt, ich sollte es nie erfahren, weil der Herr sehr schweigsam war und Musik hörte...

Wir sind dann im Parallelflug ganz hochgefahren, noch gemeinsam wieder runter, und in der Ebene auch noch ein paar km, ohne ein Wort gewechselt zu haben!

Runter sind wir dann einfach auf der anderen Seite, also Richtung Denzlingen, über Glottertal, dann nach Emmendingen, von dort dann ins Hotel.

Das war eine wunderschöne Tour bei herrlichem Sommerwetter. Der komplette Oberkörper dankte es mir mit Schmerzsignalen, die Beine waren dagegen wieder froh, etwas leisten zu dürfen. Insgesamt verläuft die Heilung sehr gut. Ich bin zuversichtlich, daß ich in ein bis zwei Wochen wieder vollwertig belastbar bin, mit Ausnahme des Handgelenks, wie es zur Zeit aussieht.

Morgen will ich endgültig mal wieder ein bißchen laufen, bevor sich mein Körper gänzlich entwöhnt...


 

"Glimpfliche" Sturzfolgen - Roth abgesagt

veröffentlicht um 15.08.2013, 13:54 von Boris Sadžakov

Heute beim Arzt stellte sich heraus, daß ich keine Risse und Brüche habe, aber beide Schulterbereiche so ziemlich umfassend überdehnt,

geprellt und gestaucht sind. Daher auch die Schmerzen in diesem Bereich. Am linken Handgelenk besteht der Verdacht einer Knochenabsplitterung.
Das konnte der Arzt nicht zweifelsfrei feststellen, deshalb muß ich hier noch eine Tomographie machen lassen.

Angesprochen auf Roth antwortete der Arzt: "Es ist ihr Körper! Wenn Sie es unbedingt machen wollen, dann machen Sie es."
Dann fragte ich, ob er es machen würde. Antwort: "Ganz klar nein!"

Daran halte ich mich. Ich würde, genau wie letztes Jahr, nicht mit 100%iger Leistungsfähigkeit und mit Verletzung(en) am Start stehen.
Ich habe entschieden, daß ich das nicht so machen werde.

So, ansonsten muß Didi jetzt einiges reparieren und austauschen am

Rad...das kriegt er heute abend noch, und dann hat er alle Zeit der Welt, das Teil wieder herzurichten.


Allen Roth-Teilnehmern wünsche ich ganz viel Erfolg und Spaß bei der diesjährigen Challenge. Nächstes Jahr bin ich, falls nicht wieder etwas dazwischen kommt, bestimmt dabei.

Jetzt werde ich erst einmal ein paar Tage "regenieren" und dem Körper die Chance geben, alles aufzuarbeiten. Danach muß ich wohl wieder aus einem Formkeller hocharbeiten und mich fit machen für die nächsten Herausforderungen. Ich habe da ja noch ein paar Kleinigkeiten im Kalender...

RTF in Köln...mit schwerem Sturz!

veröffentlicht um 15.08.2013, 13:53 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:50 ]


Sonntag, den 10. Juni 2007 um 17:07 Uhr


Mit Mike (rios) war ich um Punkt 07:30h am Start, in Köln Rodenkirchen. Obwoh dies die offizielle Startzeit war, sind uns bei der Anreise schon etliche Radfahrer entgegengekommen. Die 151km-Strecke war für uns angesagt, die im Mittelteil die Eifel mit ein paar schönen Steigungen streifte. Uns war klar, heute geben wir richtig Gas, da es sowohl für Mike als auch für mich die letzte harte Einheit vor Roth sein sollte. Wir sind zu zweit gestartet und waren von Anfang an sehr gut drauf. Bis zum Schluß wurden wir kein einziges Mal überholt, aber das sollte am Ende ziemlich egal sein...

Wir hatten ein gutes Tempo drauf, und waren in der Ebene immer zwischen 35 und 40km/h schnell, die Steigungen sind wir stets knackig hochgefahren. Am Schluß hatten wir einen 32er-Schnitt drauf, gebummelt haben wir also wirklich nicht.

Im letzten Drittel machte die Streckenführung einen Schlenker durch Felder und kleinere Waldstücke. Der "Weg" war gut asphaltiert, aber eng, in etwa muß man sich das wie einen Radweg denken. Es war menschenleer, als wir dort entlang fuhren. Laut Polarauswertung ist dann genau bei km 108 bei einer Geschwindigkeit von 36,9km/h ein älterer Herr mit seinem Rad quer über den asphaltierten Weg gegangen. Das Dumme war, es war ziemlich genau 10m vor mir....somit hatte ich geschätzte 0,5 Sekunden um zu entscheiden, was ich tun soll.

Ein Ausweichen war definitiv nicht mehr möglich,  in nächsten Augenblick würde ich voll einschlagen. Der Mann hatte keinen Helm auf, ich hätte ihn frontal mitsamt seinem Rad erfaßt bei dieser Geschwindigkeit. Ich will mir gar nicht ausmalen, was dann, vor allem mit dem Mann, passiert wäre...

Ich "entschied" (von Entscheidung kann in dieser Situation eigentlich nicht gesprochen werden) mich zu einer Vollbremsung, überschlug mich im hohen Bogen, noch mit dem Rad verbunden durch die Klickpedale, und schlug dann mit dem Kopf und mit dem Rücken auf. Zumindest habe ich es so wahrgenommen. 

Der ältere Herr war total schockiert (und unversehrt), ich lag total benommen am Boden, und brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren, was los war. Es stellte sich heraus, daß ich insgesamt beisammen war, der Helm zwar gebrochen, hatte mir aber unter Umtständen das Leben gerettet, mindestens jedoch ernsthafte Kopfverletzungen erspart. Der Rest sah, bis auf die stark blutende Fleischwunde am linken Ellenbogen, gar nicht so schlimm aus. Leider ist das nur die halbe Wahrheit, siehe Bilder...

 Wie dem auch sei. Mike beobachtete das Ganze ja von hinten...er war ganz schön mitgenommen und fand den Salto spektakulär. Hmmm... Er checkte mein Rad, richtete die Bremse, ich warf dann auch einen Blick darauf, und entschied weiterzufahren. Das Angebot des Herren, zu ihm nach Hause zu fahren, und gegebenenfalls einen Arzt zu rufen, schlug ich aus. Ich machte dem Mann auch keine Vorwürfe, obwohl er definitiv ohne zu Schauen einfach den Weg kreuzte. Ein Riesentratra hätte mir auch nicht weitergeholfen, also habe ich dem Mann das Gefühl gegeben, daß es mir ganz gut ginge, und er bitte nicht mehr eine Straße oder einen asphaltierten Weg, auf dem Mopeds, Räder und Traktoren fahren dürfen, einfach so überquert, ohne sich Umzuschauen, wie bei einer normalen Straße.

Gut 1,5 Stunden hatten wir noch vor uns. Also weiter gings...

Die Beine blieben, bis auf zwei Schürfwunden, völlig unversehrt, das Weiterfahren funktionierte also gut. Nur, nach wenigen km bemerkte ich dann immer mehr Schmerzen in beiden Schulterbereichen und rund um das linke Handgelenk. Wiegetritt war nur unter Schmerzen möglich, also lag ich fast den ganzen Rest, auch wenn eine Steigung kam, im Aero-Lenker...das funktionierte durch die Entlastung der Schultern richtig gut.

Am Ende war ich dann doch froh, als wir das Ziel sahen.

Nach 4h54min waren wir durch, inkl. Sturz, die Polar lief da durch...

Ein Würstchen gegessen, Carsten kam dann wenig später noch dazu (er war die 111er-Strecke gefahren), und dann bin ich recht bald nach Hause gefahren.

Das Auto fahren fiel mir, wenn es in Kurven ging, sehr schwer (...Schultern...), so bin ich ganz vorsichtig nach Hause. Zu Hause war ich dann ein wenig geschockt davon, was meine Frau so alles an mir zu entdecken glaubte, an Verletzungen, alles Stellen, die Mike und ich so naürlich nicht sehen konnten. Ich wollte das selbst sehen, bat um Photos, und voilà...eine kleine Auswahl...


Das ist die Fleischwunde. Ich muß wohl nach dem Salto, mit dem Ellenbogen auf dem Gabelschaft aufgeschlagen sein, dort ist eine deutliche Blutspur. 






















Eine kleine Schürf-Schnittwunde. Von dieser Sorte habe ich an mehreren Stellen, an beiden Armen und Händen, mehrere Exemplare.















Die obligatorische und nie fehlende Schürfwunde am Oberschenkel im Hüftbereich. Ich habe allerdings keine Ahnung wie die entstanden sein soll, schließlich bin ich mit Kopf und Rücken aufgeschlagen... 







 







Das Bild beunruhigt mich am 

meisten. Ich kann mich nicht erinnern, dort aufgeschlagen zu sein. Jedenfalls scheint dies die Ursache für meine starken Bewegungsschmerzen im gesamten rechten Arm-/Schulterbereich zu sein.







  






Und der Rücken in ganzer Pracht...Keine Ahnung wo die "Musterung" her kommt, ich bin ja auf planem Asphalt aufgeschlagen.










  

Danke an Mike, der nicht von meiner Seite gewichen ist, nach dem Sturz erst recht, denn er hätte sicher stets einen Tick schneller fahren können...  ;-)

Die Bewegungsschmerzen in beiden Schulterbereichen machen mir Sorgen, rechts sind sie teilweise stechend, und das ist kein gutes Zeichen. Alles andere dürften schlicht Schürfwunden, Wunden und blaue Flecken sein. Ich werde morgen natürlich zum Orthopäden gehen. Vermutlich werden einige Stellen geröntgt. Ich wage nicht daran zu denken, wie seine Empfehlung für meine Teilnahme in Roth sein wird. Ich bin wahrlich kein Pessimist, aber ich sehe schwarz.

Eine wichtige Sache noch: Ich habe am Kopf im Helmbereich, wohl da, wo ich aufgeschlagen bin, ein Beule! Eine Beule!!! Trotz Helm!!! Ich brauche wohl nicht weiterschreiben...  Der Mann hatte keinen Helm, trotz Fahrrad. Wenn ich ihn frontal bei dieser Geschwindigkeit erfaßt hätte, wäre er schutzlos mit voller Wucht auf dem Aspahlt aufgeschlagen.

BITTE FAHRT NIEMALS OHNE HELM, egal wie kurz, egal wie schnell, NIE NIE NIE!!!

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