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Bohnen

Bohnen frisch?

veröffentlicht um 14.08.2013, 04:55 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 25.07.2019, 12:21 ]


Als ich die ersten Schritte mit Siebträger-Kaffee machte, kamen ja nur Katastrophenergebnisse in der Tasse an. Ich suchte Rat im Kaffee-Forum (siehe Weblinks) und es wurde mir bestens geholfen. Eine Sache ging mir jedoch nicht mehr aus dem Kopf...

Jahrelang habe ich Lavazza-Beutel gekauft, in einem italienischen Supermarkt hier in Wuppertal, 1kg, für ca. 15 Euro, und später Mauro-Kaffe, den ich regelmäßig bei der Kaffeezentrale in Bochum 6kg-weise bestellte. Ich habe mich nie darum gekümmert, wie alt der Kaffee sein könnte, ab und zu habe ich nur das MHD kontrolliert, was immer über 1 Jahr voraus war.

Im Forum fragte mich fast jeder 2. "Helfer": "Hast du auch FRISCHEN Kaffee genommen?" Ich antworte immer..."na klar, vor 3 Wochen habe ich wieder 6kg gekauft, über ein Jahr haltbar, und damit komme ich so 3 Monate aus...". Tiefstes Entsetzen brach nach diesen Äußerungen aus, und ich mußte lernen, daß "frisch" bedeutet: gestern geröstet, heute verpackt, morgen bei mir! Oh Mann, dachte ich mir, was sind das für Spinner!

 Nun, ich muß sagen, ich bin heute auch ein Spinner...Der Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen, und so habe ich dann mal Kaffee bei deutschen Röstern gekauft, die im Forum favorisiert wurden, und von denen allgemein die Regel "gestern, heute, morgen" eingehalten wird.

 Es nützt nix, hier irgendwie beschreiben zu wollen, was frischer Kaffee, nach obiger Definition, gegenüber dem handelsüblichen Kaffee bedeutet. Es muß die Aussage genügen: es ist schlichtweg der Hammer! Der Geruch, die Aromen, die Crema, der Geschmack, die Nuancen - es ist sagenhaft. Kein Kaffee, der schon Wochen oder Monate im Regal lag, oder aus Italien erst einmal herangekarrt werden muß, kann das bieten. 

Und im Grunde genommen, muß man sich nur klar machen, daß es sich bei Kaffee um ein Lebensmittel handelt!

Du stehst an einer Theke: Äpfel von heute, Äpfel von letzter Woche...welche nimmst du? Milchregal: Milch bis 30.06, Milch bis 25.06....welche nimmst du? Nun, das Gleiche gilt für Kaffee. So frisch wie möglich, so nahe an der Röstung, wie möglich, so schnell wie möglich aufbrauchen, immer ganz frisch mahlen. 

Zur Zeit "eingeschossen" habe ich mich auf die Röster Fausto und Langen , sowie Olivier . Täglich/wöchentlich frische Röstung, schnelle Lieferung, professional verpackt, Aroma-Tüte, gute, angemessene Preise, große Auswahl.

Fausto Monaco

veröffentlicht um 14.08.2013, 04:54 von Boris Sadžakov

Von Caffé Fausto habe ich mittlerweile 4 Sorten mehrfach und dauerhaft durchprobiert. Der Kaffee "Monaco" ist zu einer Art Hauptkaffee avanciert!

Nach meiner Information verwendet "Hari" ausschließlich Arabica-Sorten und der Monaco soll ein blend aus verschiedenen Sorten sein, welche, kann ich nicht sagen. Der Monaco schmeckt rund, ohne Ecken und Kanten - langweilig könnte man sagen. Aus meiner Sicht jedoch weit gefehlt. 


Der Monaco kommt als Espresso sehr gut 'rüber, wenn man nicht den ultimativen Kick in der Tasse haben will mit anschließendem Herzflimmern, ist das genau richtig. Die Crema ist dicht, üppig und farblich perfekt. Das war's aber auch schon - also ein sehr guter Espresso, allerdings, das muß man ehrlich sagen, keine Offenbarung - eher ein qualitativ sehr hoch anzusiedelnder Alltagsespresso.

Im Cappuccino ist der Monaco gefällig, neigt aber zum Untergehen in der Milch, daher verwende ich ihn mit Milch eher selten bis gar nicht.

Der absolute Hammer ist der Monaco jedoch als Frühstückskaffe. Wo der Napoli von Fausto ungenießbar ist, der Malabar auch nicht gerade der Hit ist, entwickelt der Monaco nach meiner persönlichen Empfindung eine ausgesprochene Qualität und einen ganz hervorragenden Geschmack in der Tasse. Das ist bis jetzt mit Abstand der geeignetste Kaffee für meine Frühstückstasse, den ich bislang in Nutzung hatte. Richtig toll! Darauf freue ich mich jeden Morgen auf's Neue!

 Also, der Monaco ist eine Empfehlung als hochwertiger Alltagsespresso und ein Muß (!) für Leute, die ihren Frühstückskaffe auch mit der Espressomaschine produzieren!!!

Fausto Malabar

veröffentlicht um 14.08.2013, 04:53 von Boris Sadžakov

Von Caffé Fausto habe ich mittlerweile 4 Sorten mehrfach und dauerhaft durchprobiert. Der Kaffee "Indian Monsooned Malabar" ist ein Top-Kaffee für Espresso!

Nach meiner Information verwendet "Hari" ausschließlich Arabica-Sorten und der Malabar ist ein besonderer Kaffee aus Indien, der angeblich tagelang dem Monsun-Regen ausgesetzt wird, wodurch die Bohnen eine besondere Note erhalten.

Der Malabar ist ein wahres Crema-Monster. Wenn ich statt dem Muscovado-Zucker mal normalen Streuzucker verwende, dauert es förmlich Ewigkeiten, bis der Zucker endlich die Cremadecke durchstößt und absinkt. Der Malabar muß deutlich feiner gemahlen werden als z.B. der Napoli oder Monaco, zumindest ist dies bei meiner Equipment-Konstellation so.

 Beim Geschmack habe ich wieder Schwierigkeiten mich richtig auszudrücken, wie es die Kaffee-Profis machen. Ich mache es kurz: der Malabar ist unfaßbar! Einerseits wild und rauh, eine Explosion an Aromen und Geschmacksinput für den Gaumen! Auf der anderen Seite offenbart er aber auch feine Noten - in fast jeder neuen Tasse entdecke ich wieder eine andere Nuance.

Dieser Kaffee ist schlicht eine Wucht, rassig und ungewöhnlich im Geschmack, als Espresso/Doppio wohlgemerkt.


Als Frühstückskaffe gefällt er mir gar nicht, und als Cappuccino schmeckt er auch sehr gut. Aber ehrlich gesagt, verwende ich ihn nicht mit Milch. Dafür ist er mir einfach zu schade. In der Milch gehen die ganzen Nuancen und der Reichtum an Aromen unter, den ich in einem Doppio in vollen Zügen genießen kann.

Eine Muß-Empfehlung für Espresso-Liebhaber! 

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